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Rückblick auf eine politisch bewegte Woche – Maifest, 1. Mai und Streikkonferenz

Aktualisiert: 9. Mai 2025

Die erste Maiwoche war für mich geprägt von politischer Präsenz, Solidarität und nachdenklichen Gesprächen – eine dichte Zeit, die in vielerlei Hinsicht zeigt, wie lebendig unsere Demokratie, aber auch wie herausfordernd unsere gesellschaftlichen Verhältnisse sind.


Empfang zum Maifest beim Regierenden Bürgermeister Kai Wegner – 29. April

 

Am Montag, dem 29. April, war ich zu Gast beim Empfang des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Kai Wegner, anlässlich des Maifestes. Trotz aller politischen Differenzen war es interessant, in diesem Rahmen mit Vertreter*innen aus Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft ins Gespräch zu kommen. Es ging um soziale Fragen, Energiepolitik und die Herausforderungen Berlins – Themen, die mich auch in meiner Arbeit im Bereich internationaler Solarprojekte und sozialer Infrastruktur täglich beschäftigen. Es war ein formeller Rahmen, aber auch ein Ort, an dem deutlich wurde: Soziale Gerechtigkeit und Klimaschutz gehören endlich zusammen gedacht.


Phillipp , ich, Kai Wegner und Jessica
Phillipp , ich, Kai Wegner und Jessica

 

1. Mai – Gemeinsam auf die Straße für soziale Rechte

 

Am Tag der Arbeit war ich selbstverständlich auf der Straße. Zusammen mit Tausenden habe ich an der traditionellen Gewerkschaftsdemo teilgenommen. In Zeiten, in denen soziale Sicherheiten bröckeln, Mieten explodieren und Arbeitsrechte unter Druck stehen, war es gut zu spüren: Wir sind viele, und wir wollen eine gerechtere Gesellschaft. Besonders bewegend fand ich die Slogans und Redebeiträge von jungen Menschen, die sich für faire Löhne, eine klimagerechte Zukunft und gegen die Normalisierung rechter Positionen aussprachen. Für mich ist der 1. Mai nicht Folklore, sondern ein lebendiger Ausdruck politischer Verantwortung.



Gegenmacht im Gegenwind - die Streikkonferenz 2025
Gegenmacht im Gegenwind - die Streikkonferenz 2025

 

Streikkonferenz der Rosa-Luxemburg-Stiftung – 3. Mai

 

Am Freitag nahm ich an der Streikkonferenz der Rosa-Luxemburg-Stiftung teil. Der Austausch war intensiv, klug und kämpferisch. Eindrucksvoll war die Eröffnung im selben Saal, in der Rudi Dutschke den legendären Vietnamkongress abhielt. Hier die original Rede von damals: Link. Der Streikkonferenz wohnte nicht der gleiche revolutionäre Geist inne wie damals, aber das ist meiner Meinung nach auch nicht notwendig. Wir brauchen keine Revolution, wir brauchen Vernunft und Anstand.


Besonders interessant war die Arbeitsgruppe zur Solidarität mit der Ukraine, an der ich teilnahm. Inmitten eines brutalen Angriffskriegs stellt sich die Frage, wie gewerkschaftliche Solidarität konkret aussehen kann – ohne naive Romantisierung, mit klarer Haltung. Die Debatten reichten von gewerkschaftlicher Unterstützung bis zu konkreten Initiativen für Wiederaufbau und Selbstorganisation in der Ukraine.


Es war eine wichtige Erinnerung daran, dass soziale Kämpfe international sind – und dass wir als Linke klare, aber auch differenzierte Antworten finden müssen.




Arbeitsgruppe Ukrainesolidarität
Arbeitsgruppe Ukrainesolidarität


 

Fazit: Eine Woche voller Haltung

 

Diese Woche hat mir einmal mehr gezeigt: Politisches Engagement beginnt nicht erst in der Krise. Es lebt von Begegnung, von Widerspruch und vom Willen zur Veränderung. Ob im Gespräch mit Politiker*innen, auf der Straße oder in solidarischen Netzwerken – es geht darum, unsere Welt gerechter, friedlicher und ökologischer zu gestalten. Und das beginnt mit dem ersten Schritt.


Link zum Bericht über die Streikkonferenz ND: hier klicken

 
 
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